Sonntag, 23. Januar 2011

Semester 2, Motto: "Winter in Neuengland"

Die erste Woche ist geschafft! Neben vielen Wiedersehenspartys, einigen Schneestürmen und (wenigen) Vorlesungen fühle ich mich schonwieder wie der Fisch im Wasser. Doch der Reihe nach:

Die neue Austauschtruppe erwies sich als ein 20 Mann starker bunter Mix aus Italienern, Franzosen, Dänen und Australiern. Wir haben uns im Laufe der Woche dann alle zusammen im "Top of the Hub", einer der exklusivsten Bars Bostons, getroffen und - bei ein paar Drinks, viel Gelächter und Sprachkuddelmuddel - Erfahrungen und Telefonnummern ausgetauscht.

Im Herzen Bostons und auf der Spitze des Prudential Towers: Top of the Hub

In der Bar selbst hat man eine bombastische Aussicht über das (nächtliche) Boston. Selbstverständlich bezahlt man den Ausblick auch mit - Cocktails ab $12, Bier so um die $8. Die Aussicht ist es aber wert. Zumindest theoretisch, denn uns hat ein Schneesturm eben selbige genommen ;-). Aber gut, dann habe ich wenigstens einen Grund nochmal dort hinauf zu fahren. Wenn mir neben den Vorlesungen noch etwas Zeit bleiben sollte, heisst das.

In den vergangenen Tagen hat nämlich auch das Semester wieder begonnen. Demnach habe ich jeweils Montags (4.5), Mittwochs (4.5) und Freitags (3 Stunden) Vorlesungen. Mit einigem Nachdruck konnte ich mir für dieses Semester einige Dinge organisieren, die fachlich ganz gut passen und die auch vom Anforderungsniveau her auf Graduate-Level sind. Genau genommen habe ich die einzige Vorlesung an der BU gefunden, die konkreten Bezug zu Transportation/Traffic hat. Ein weiterer schöner Nebeneffekt dessen ist, dass die Noten zum Großteil über Projektarbeiten und Assignments zustande kommen und die echten "Prüfungen" ziemlich rar gesät sind.

Das lässt mir wiederum viel Zeit für meine Sportkurse. Neben Bootcamp, und dem obligatorischen Fechten habe ich mich diesmal für einen Tanzkurs entschieden. Ein echtes Highlight ist der Kurs schon allein deshalb, weil auf jeden Tänzer gut 3 Partnerinnen kommen. Die sind zwar alle vergleichsweise kurz gewachsen, aber "darüber sehe ich hinweg" xD.


Ab jetzt heißts dann erstmal: "Tango, Baby!"



Am Wochenende bin ich dann mit einigen Kumpels aus dem Bootcamp (Ihr erinnert euch, Jarod, Christina und AJ vom "Iceluge") um die Häuser und durch diverse Sportbars gezogen. Da ich euch das bisher vorenthalten habe, hier also ein kurzer Eindruck von einer amerikanischen sportsbar:

Das Erste, was auffällt ist die Vielzahl enorm riesiger Bildschirme an allen Wänden. Die haben schon gesteigerte Heimkino-Dimension und zeigen von Basketball über Football, Tennis und Eishockey so ziemlich alles gleichzeitig. Devise: Irgendwo ist immer ein Spiel!
Das Bier ist vergleichsweise günstig und dank ausgeschaltetem Ton kann man sich auch ganz gut nebenher unterhalten. Kurzum: Der Ort läd zum Verweilen ein :o).

Genug der Worte, hier habt ihr die Bilder!
Ich will gar nicht wissen, wie viele Zoll die Bildschirme haben..

Fünf Screens, fünf Spiele
Für die nächsten Tage ist mal wieder ein Blizzard und Temperaturen um die -10° angesagt. Fahrenheit, wohlgemerkt. Selbst der Fluss ist zugefroren.

Charles "River"


Freitag, 14. Januar 2011

Back on track

Es wird Zeit, das Blog wieder abzustauben! Seit gut 12 Stunden bin ich jetzt wieder in Boston angekommen und dank Jetlag habe ich noch reichlich Zeit, bis die Wohnheime in ein paar Stunden aufmachen.

Nach sehr erholsamen Wochen (mit so einigen Exzessen), sowie einer coolen Silvesterparty in der Heimat freue ich mich wie Bolle auf das kommende Semester. Man glaubt gar nicht, wie sehr einem das Fitrec fehlen kann ;-). Auch der Stundenplan ist festgezerrt und sieht vielversprechend aus. Dazu dann in den nächsten Wochen mehr.

Meine Reise nach Boston verlief übrigens nahezu reibungslos. Das ist glaube ich seit einem halben Jahr das erste Mal, dass reisetechnisch alles funktioniert hat. Selbst die Deutsche Bahn(!) war pünktlich!
Frankfurt im Regen: So leer war's hier auch noch nie..
Mit der Fluggesellschaft hatte ich mich auf ein kleines Abenteuer eingelassen, da Icelandair zwar vergleichsweise günstige Tickets anbietet, der On-Board-Service für Interkontinentalflüge aber doch ziemlich schmal ist. Immerhin konnte ich mir Plätze mit viel Beinfreiheit sichern und auch das Filmangebot war okay. Mir wurde beim Einsteigen aber ziemlich mulmig, da alle Maschinen nach isländischen Vulkanen benannt sind. Meine hieß..
Eyja..fja..mhhrrnf
So - noch mal den Kaffee nachfüllen und dann wieder ab ins Wohnheim. Ich bin ja gespannt, ob mein geheimes "Dosenlager" von den Aufsehern geplündert worden ist.
Die vergangenen zwei Tage wurde der "State of Emergency" über Massachusetts verhängt -
..der Grund wird offensichtlich wenn man sich anguckt..
dass alle Bäume nur auf einer Seite weiß sind: Blizzard, Baby!
Morgen werde ich dann einer Einladung des Austauschkoordinators folgen und zu einem get-together mit der nächsten Generation Austauschstudenten gehen. Gerüchtehalber gibt es dort Kaffee im Austausch gegen meine Erfahrungen im vergangenen Semester. Das hört sich nach einem fairen Deal an!

Apropos Erfahrung: die Tasche von meinem Heimflug über London-Heathrow ist übrigens immer noch nicht angekommen. ^^