Montag, 14. Februar 2011

Valentine's Day

Nein, keine Angst. Ich will euch an dieser Stelle NICHT live von dem allgegenwärtigen Wahnsinn rund um eines dieser gigantischen Kommerzfeste berichten. Einzig die Preise für Edelgewächse ("Blumen" im Volksmund) nehmen lächerliche Dimensionen an. So kosten bspw. ein Dutzend Rosen mindestens US$ 50.
Zu allem Überfluss hat uns unser oberster Vortänzer darum gebeten, doch bitte jeweils 2-3 Rosen für den Tanzkurs diese Woche mitzubringen.

Vonwegen die Mädels überraschen und so. Pff... So hübsch sind sie nun auch nicht.


Go, Packers!

Gehen wir über zu erfreulicheren Dingen: Am vergangenen Sonntag fand der Superbowl statt, also das Finale der American-Football-Saison. Zu diesem Anlass waren Betta und ich bei einer Freundin eingeladen um eines von diesen richtig "amerikanischen" Erlebnissen zu haben. Erwartungsgemäß wurden dann auch Wings bestellt (Familiengroßpackung mit etwa 40 Stück. Do the math - wieviele Hühner mussten wohl für diesen einen Tag Fastfood-Bestellkultur in den Staaten sterben.). Darüber hinaus fehlte es natürlich an nichts.

Abscheulichkeit in Schlagsahne und Zuckerglasur ;-)
Außer vielleicht am Interesse am eigentlichen Spiel. Von den 30 Leuten auf der Party haben sich höchstens ein Drittel wirklich für das Spiel interessiert. Einige äußerten direkt zu Beginn, dass das ihr erstes Footballspiel sei. Andere fragten, wer denn eigentlich spiele und outeten sich somit auf andere Art und Weise. Es waren letztlich die Werbespots und die Halbzeitshow, die wirklich alle vor den Fernseher gezogen haben. Man muss dazu wissen, dass ein 30-Sekunden-Spot im Superbowl mit US$ 4,2m in diesem Jahr so teuer wie noch nie ist.

Hier zwei Beispiele:
 



Das Halbzeitspektakel war dann auch durchaus die ganze Aufregung wert. So traten die Black Eyed Peas und Usher auf. Blanke Nippel gab es dieses Jahr zwar nicht zu sehen, aber dafür hat Christina Aguilera das Singen der Nationalhymne verrissen. Dummerweise fiel ihr wohl stellenweise der Text nicht mehr ein und sie wiederholte einfach die vorangegangene Zeile.

Die Choreographie ist ziemlich beeindruckend für ihre Effekte.


Sie hat den Text zwischen 00:50 und 1:00 irgendwie neu .. interpretiert ^^. Trotzdem: Gänsehaut-Feeling.

Ihr könnt euch vorstellen, dass das hier gnadenlos verrissen wurde. Aber gut - man kann es auch verstehen bei hunderten Millionen Zuschauer weltweit. Da bekommt selbst ein Profi Lampenfieber ;-). Nur fürs Protokoll: Das Spiel war an und für sich sehenswert. Spannend bis zum Schluß haben die Green Bay Packers das Spiel für sich entscheiden können.

Cranberries? Separator Conveyors? Dechaffing?

Große Erheiterung hat mir heute eines meiner Projektteams verschafft. Wir haben zu viert gut 48 Stunden (Mittwoch 14 Uhr) Zeit, eine Fallstudie zu bearbeiten. Grob gesagt geht es dabei um Operations Management - eine Cranberry-Verarbeitungsanlage von Zulieferer über diverse Produktions- und Verarbeitungsschritte bis hin zur Distribution. Irgendwo in diesem immensen System hakt es und es ist an uns, der Sache auf die Schliche zu kommen und das ganze Gebilde auf Erfolg zu trimmen. Kompliziert genug, oder?

Naja, wir haben uns jedenfalls darauf verständigt dass wir frühestens Dienstag Nacht damit anfangen werden, weil alles andere ineffektiv sei. Guys, have my babies! :-D

Supersweet 21

Die Feierei nimmt momentan kein Ende. Fast als ob es verabredet sei, stehen in kurzer Abfolge eine ganze Reihe Geburtstage ins Haus. Zu allem Überfluss sind darunter auch einige "21.", so dass die neugewonnene Volljährigkeit und der reguläre Zugang zum Nachtleben natürlich auch angemessen begossen gefeiert werden (müssen).

Kommt nicht ungelegen..! Bei dem ganzen Stress um Assignments und Vorlesungen muss man sich ja auch an seinem viereinhalbtägigen Wochenende irgendwie sinnvoll beschäftigen.
Drückt die Daumen, dass es noch ein wenig wärmer wird. Dann ist endlich wieder die Saison der Schönwetter-Läufer und ich komme weg von der verstaubten Laufbahn im FitRec!

Für die nächste Zeit habe ich hier noch etwas Großes in Vorbereitung. Drückt uns die Daumen, dass die Uni mitspielt.. Mehr wird noch nicht verraten! :o)

Freitag, 4. Februar 2011

Jetzt nochmal, diesmal richtig: Winter in Neuengland

In den vergangenen zwei Wochen habe ich jetzt auch endgültig meinen Anteil am Winter in Boston abbekommen. Knapp gesagt wechseln sich Schneesturm und Regen tageweise ab und sorgen dafür, dass die Straßen und Fußwegen zu riesigen Eisseen werden und sich die Studentenschaft träge schlitternd und schlurfend über den Campus schiebt.
Knöcheltief und Eiskalt. Alternativen: Keine
Die scheinen das Auto bis Ende des Monats nicht mehr zu brauchen ^^.
Wer Gummistiefel hat, ist hier klar im Vorteil.

Zwar bemüht sich die Universität, der Lage mit vielen Hilfskräften, Schneeschiebern, Schneefräsen(!) und Radladern(!!) Herr zu werden, aber oftmals schon war der Schneefall einfach zu heftig und zu kontinuierlich um die Vorlesungen wie geplant abzuhalten. Ja, das bedeutet SCHNEEFREI! Bereits mehrfach wurden jetzt Vorlesungen abgesagt und die BU hat (wie viele andere Schulen und Universitäten in der Region) die Leute heim geschickt und die Luken dicht gemacht.


Was könnte es Schöneres geben?

Achja, Stichwort Fechten. Vergangenes Wochenende gab es mal wieder eine obligatorische Geburtstagsparty. Da hatte der Schnee dann auch sein Gutes: Gegen 2 Uhr nachts sind wir dann angeheitert auf die Straße und haben uns eine epische Schneeballschlacht geliefert. Allerdings sind einige auch ohne Fremdeinwirkung um- und in den Schnee gefallen. ^^

<3 BU Fencing
 

Ja, genau.. Einfach nur schockierend!
Dieses Wochenende steht dann der 45. SUPERBOWL ins Haus. Ich bin zum Sonntag bei einer Freundin eingeladen, die eine Superbowlparty veranstaltet, inklusive Chicken Fingers, Pizza, Chips und Dosenbier. Herrlich, das wird ein Fest!
Achja, es spielen die Green Bay Packers gegen die Pittsburgh Steelers. Laut eines Artikels sind 36% der Zuschauer allerdings nur an den Werbespots interessiert, die nicht nur Millionen Dollar kosten, sondern auch in den darauffolgenden Tagen Gegenstand aller Nachrichtensendungen sind. Meine Erwartungen sind hoch - ich werde euch berichten.

In wenigen Stunden werde ich Betta dann vom Flughafen abholen. Wird ja auch mal Zeit B).

Hier noch ein Schnappschuss:
Auch der Wäschereiservice hat im Winter Hochkonjunktur bei faulen Studenten. Die CI ist einfach nur göttlich.