Samstag, 21. Mai 2011

Dies ist das Ende!

Lieber Leser, danke für deine Treue...
Es wird jedoch keine neuen Postings mehr geben.

home, sweet home (?)

.. und bevor du dich versiehst, ist die Zeit auch schon 'rum.

die Zeit der großen Abschiede in Boston war doch recht heftig: Schon komisch, einander anzusehen und trotz aller Schwüre und Versprechen irgendwie zu ahnen, dass man wahrscheinlich eben doch (erstmal) nicht nach Japan/Ecuador/Singapur/Australien/Boston/Frankreich kommen wird. Wie auch immer: es bleibt ja noch Facebook!

Von dieser Aufzählung ganz ausdrücklich ausnehmen möchte ich Italien. Zuverlässige Quellen berichten, dass Anfang Juli eine echt italienische Hochzeit ansteht, zu der ich unvermittelt eine Einladung bekommen habe. und NEIN, ich bin NICHT der Hauptgast ;-).

Hat jemand die Bücher von Jan Weller gelesen? (von einem Deutschen der in eine italienische Großfamilie geworfen wird - tränenreiche Lacher garantiert: "Maria, ihm schmeckt es nicht" und "Antonio im Wunderland").
Ich würde ja gern wissen, ob sich das wirklich so verhält ^^.

AA: American Airlines Always Awful

Mein Rückflug nach Deutschland erfüllte dann meine Erwartungen, will sagen: utter failure!
Mit der Erinnerung an Weihnachten in London '10 bin ich ans Gate gekommen, nur um dann festzustellen dass ich wegen der Verspätung meines American Airlines - Fluges alle Anschlussflüge (in NewYork und Düsseldorf) verpassen würde.

Die Mitarbeiterin von AA hat mir dann angeboten, mich auf einen späteren Lufthansa(!) Flug umzubuchen. Also wieder raus aus dem Sicherheitsbereich, rein in den Bus und zum nächsten Terminal gefahren. Dort ging es dann richtig ab: der LH Ticketcounter hatte keine Buchung auf meinen Namen, weil die Leute von AA ihrem Ruf gerecht werden wollten. Zwar war mein Name irgendwie im System vorhanden - allerdings war ich auf keinen Flug gebucht. Die Maschine nach Frankfurt wiederum war bis auf 6 Sitzplätze komplett voll und es war bis zum Boarding noch nicht klar, ob ich als Stand-By mitfliegen würde können. Ihr könnt euch vorstellen, wie spannend das war ^^.

Achja: im gleichen Atemzug erfuhr ich, dass das System nicht mehr wisse, wo sich mein Gepäck gerade befand. Deja-vu?

Letzten Endes habe ich dann meinen Platz in der Maschine bekommen und auch mein Gepäck fand sich wieder an. Ironischerweise waren es allerdings die ersten Teile, die auf dem Förderband aus den Untiefen des Dresdner Flughafens erschienen. Sieht mir irgendwie danach aus, als ob irgendjemand die in "letzter Minute" ins Flugzeug geknallt hat. ^^

Naja. Lufthansa saved my day. Ich sollte wirklich darüber nachdenken, bei denen mal ein Praktikum zu machen .. oh .. achja ^^.

<3 Boston

Seufz. Beim Abflug lag die Stadt in dicken Nebel gehüllt. Fast gnädig - so war es weit weniger traurig. Denn was waren das für geile 8 Monate. Falls ihr noch einmal irgendwann in die Situation kommt, ein oder mehrere Semester im Ausland zu verbringen, fühlt euch herzlich ermutigt das zu tun.
Die Einstiegshürde (Formalitäten!!) mag enorm sein - aber ist diese erstmal genommen, ergibt sich alles Weitere, (fast) ohne Zutun!

Was das Bloggen angeht, finde ich nach wie vor dass das ein zweischneidiges Schwert darstellt. Einerseits ist es so echt supereinfach eine große Community an den Erlebnissen teilhaben zu lassen. Andererseits stellt sich das spätestens als "komisch" heraus, wenn man nach Hause kommt und gar nichts mehr erzählen kann - weil alle schon bestens informiert sind! Kein klassisches Storytelling oder Bilderabende; alles längst ein alter Hut. Das hatte ich vorher gar nicht so bedacht ^^.

Auch wenn ich nie ein Tagebuch hatte, mir hat es sehr viel Spaß gemacht euch gelegentlich einen kleinen Eindruck meiner Erlebnisse zu vermitteln. Vieles ist mir erst beim Schreiben so richtig klar geworden - und letztlich habe ich jetzt auch in ferner Zukunft noch etwas zum Schmunzeln.

Keine schlechte Sache, oder?

Wir seh'n uns!




Apropos sehen.. Kaum bin ich zurück in Deutschland und freue mich auf deutsches Bier und deutsche Küche, finde ich auf dem Dixieland-Festival echt amerikanische "Monstrositäten", nur um ein Vielfaches größer:

Achtet auf die Größenverhältnisse .. Die Teile sind größer als mein Kopf!!!
 Website-Statistiken


Ich habe jetzt am Ende der Lebensdauer dieses Blogs mal etwas in den Seitenstatistiken gewühlt und möchte euch das natürlich nicht vorenthalten. In der ganzen Zeit habt ihr:
  • mehr als 3000 Mal auf das Blog geklickt (Danke!)
  • die Seite mit verschiedensten Geräten und Betriebssystemen besucht (mich würde echt interessieren, wer sich da mit Linuxrechnern quält oder von wem die Zugriffe aus UK sind. Bei allen Anderen habe ich so meinen Verdacht :o))
  • den Beweis erbracht, dass Apple-Nutzer eine diskriminierungswürdige Minderheit sind! (75 Zugriffe)
  • meistens die Links von Facebook und/oder StudiVZ benutzt um auf die Seite zuzugreifen
  • versehentlich(!) das Posting "Thanksgiving Pt.2: Roadtrippin'" (Stichwort: Besuch in Raleigh) fast doppelt so oft angeklickt wie das Zweitbeliebteste. Gibt es hier etwa einen Paul - Fanclub? ^^

Mittwoch, 18. Mai 2011

New York: Final Visit

Mannmannmann.. Da schaue ich doch so ganz zufällig durch die Sammlung all meiner Bilder und stelle fest, dass ich euch noch die Story von meinem dritten (und vermutlich vorerst letzten) Besuch in New York schuldig bin. Also, keine Zeit vergeudet und mitten hinein ins Vergnügen!

Wie gehabt sind wir vor einiger Zeit an einem Freitag morgen mit dem "Nachtbus" nach New York aufgebrochen. Die erste Aufregung gabs bei der Frühstückspause, die jedesmal stilecht bei McDonalds eingelegt wird. Blöderweise haben sich wohl einige Reisende mit dem Frühstück etwas Zeit gelassen und der Busfahrer (chinesischer Herkunft) war etwas ungeduldig. Also fuhr er mit halb besetztem Bus an und steuerte auf den Highway zu. Plötzlich sprangen Reisende auf und stürmten auf ihn ein, dass er doch nicht einfach die Leute an der Raststätte zurücklassen könne.
Er meinte lapidar "they can take the next bus in an hour" und fuhr auf. Das schmeckte leider keinem so richtig und nach wüstesten Schimpftiraden (in Englisch, Ghetto und Chinesisch) kehrte er an der nächsten Abfahrt um und fuhr wieder zurück. Es hätte mich ja schon interessiert, was mit dem Gepäck passiert wäre O.o.

In New York angekommen haben wir erstmal einen schönen Rundgang durch Manhattan, d.h. Lower Eastside, Soho, Noho und Nolita gemacht. Dabei sind ein paar Schnappschüsse entstanden, die NY von einer mir bisher unbekannt entspannten Seite zeigen.

Ich meine ja gehört zu haben, dass die Suche nach Erleuchtung die Meditation unter einem LOTUS-Baum erfordert. ^^
Das "Flatiron-Building" (=Bügeleisengebäude)
Am späteren Nachmittag konnten wir dann unsere Unterkunt in Harlem beziehen. Was von der Straßenfront her wie eine mittelmäßige Absteige aussah, entpuppte sich nach Durchquerung diverser Sicherheitsschleusen als ein enorm luxuriöses und großzügiges Mietappartment.. Wir waren spontan begeistert und wollten gar nicht wieder gehen. (Der Hunger trieb uns jedoch später raus und wir sind - einer Reiseführerempfehlung folgend - senegalesisch essen gewesen. Großartig!)

der Typ gehörte nicht zur Ausstattung btw
 Am frühen Samstag sind wir nach "Coney Island" aufgebrochen, einem der ersten amerikanischen Vergnügungsparks an der Südspitze von Brooklyn. Dort gab es neben Fahrgeschäften, Zuckerwattebuden, Riesenrädern und diesem ganzen Kram auch die Geburtsstätte einer echt amerikanischen Abscheulichkeit zu bestaunen.
"Nathan's" ist eine riesige Hotdog-Bude die einmal jährlich zum Unabhängigkeitstag einen Hot-Dog Fressbewerb abhält. Ich habe mal gehört, dass der Trick darin besteht, in den zur Verfügung stehenden 5 Minuten alle Hotdogs vor dem Verzehr erst in Softdrinks (=Sprite) einzuweichen, damit sie besser rutschen. Disgusting ?!

Die Preisträger und ihre Leistungen gibts am oberen Bildrand ausschnittsweise zu bestaunen.
Der Rekord von 2010 liegt allerdings schon bei 68.
Braucht eigentlich keinen Kommentar ^^
Coney Island steht leider nicht mehr lange - die Stadt hat wohl Pläne, den alten Park rückzubauen und das Gelände für einen neuen, größeren und moderneren Vergnügungspark am Strand freizugeben. Schade, denn die Stimmung und Atmosphäre sind definitiv einen Besuch wert!
Farewell, Coney Island.
Im Hintergrund gibts noch große Mietshäuser zu sehen - ala "GDR".
Den verbleibenden Tag haben wir dann dazu genutzt, uns zu sonnen und Manhattan aus der Ferne zu genießen.

New York hat gerade im vergangenen Jahr eine neue Attraktion hinzugewonnen, den "Highline Park". Darunter könnt ihr euch ein Stück stillgelegte überirdische Metrostrecke vorstellen, die über Spenden und Fördermittel zu einer Art Naherholungsgebiet umgebaut worden ist. Klingt ziemlich verrückt, ist dafür aber in NY perfekt aufgehoben. Hier ein paar Eindrücke:



Den Sonntag haben wir dann im Central Park verbracht. Sonnenschein und sommerliche Temperaturen haben förmlich dazu eingeladen. Dort gab es dann Livemusik, "Kinderanimation" und mehr Schnappschüsse.

"Livemusik"
"Kinderanimation"
.. und Schnappschüsse!
Als pflichtbewusster Verkehrswirt durfte ich mir natürlich auch die Grand Central Station nicht entgehen lassen. Einer der größeren Bahnhöfe in New York und, auch durch viele Filme bekannt, ist uns v.a. der fiese stickige Geruch und die abnorme Verwinkeltheit in Erinnerung geblieben. Nicht alles ist so schön wie die große Halle.. :o)
Am Rand war auch Kunst und so .. bestimmt
Damit schließt sich das Kapitel New York vermutlich erst einmal. Wer noch nicht die Gelegenheit hatte und es sich gern ansehen möchte: Ich kann da eine echt geniale Unterkunft in Harlem und großartige Restaurants / Bäckereien (Chinatown!!) empfehlen. ^^