Viel ist in der letzten Woche passiert. Der Beginn des Lehrbetriebes macht sich nicht zuletzt auch in einem sprunghaften Anstieg der Menschendichte auf dem Campus bemerkbar. Wo in der vorvergangenen Woche noch reichlich Platz in den Cafés war, drängeln sich nunmehr hunderte Kaffee- und Bageljunkies aller Couleur. Auch die Dining Halls und die öffentlichen Verkehrsmittel scheinen förmlich überzulaufen (..wer schon einschlägige Erfahrungen mit der Linie 61 gesammelt hat, weiß was ich meine).
Da ich mich bei der Kursregistration ausnahmsweise zurückgehalten habe, sieht mein Stundenplan recht angenehm aus. Abgesehen von einem extrem verlängerten Wochenende (Freitag bis einschließlich Montag), muss ich nur 4mal so wirklich in die School of Management (SMG). Dabei sollte ich erwähnen, dass im Gegensatz zur bspw. TUD alle Wirtschaftswissenschaftler in einer anderen Fakultät sitzen. Die SMG beschäftigt sich nahezu ausschließlich mit dem Heranzüchten von Managernachwuchs und der Praxis der Wirtschaft. Theoretische Modelle und Betrachtungen werden anderen überlassen; wer das macht, konnte mir allerdings niemand so genau beantworten. ;-)
| Blick in die Bibliothek |
Die SMG selbst ist das modernste Gebäude am Campus und wäre im Financial District vermutlich besser aufgehoben als am Campus. Marmor überall, weitläufige Flure, hypermoderne Computerlabs und Starbucks im Gebäude sorgen für eine angenehme Lernumgebung.
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| apropos: Financial District |
Die Kurse selbst sind überraschend klein. Ich habe eine einzige Vorlesung (~180 Personen), sowie mehrere kleine Veranstaltungen (16-30 Personen). Dementsprechend hervorragend ist das Betreuungsverhältnis zwischen Professor (ich sollte eher sagen: Manager mit > 30 Jahren Berufserfahrung und beeindruckender Biografie) und Studenten. Nach nur einer Woche kannten alle die Namen jedes einzelnen Studenten. Beeindruckend!
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| 22 Studis, 1 Manager mit mehr als 30 Jahren Berufserfahrung |
| Die Räume sind mehr als überschaubar: Abducken von vornherein ausgeschlossen! |
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| anderer Kurs im Computer Lab |
Natürlich kommt auch die Leibesertüchtigung nicht zu kurz.
- Meinen Anwandlungen folgend, bin ich dem 'BU Fencing Club' beigetreten. Jetzt heißt es (bis zu) vier mal in der Woche für mehrere Stunden Beinarbeit, Säbeltechnik und Duelle trainieren. Ich hatte ja gar keine Ahnung, wie viel Spaß es macht mit Waffen aufeinander einzuhacken - vor allem, wenn man mit so einer göttlichen Größe, bzw. Reichweite gesegnet ist.
- Außerdem haben wir mit ein paar Leuten zusammen eine Art kleines Fußballteam gegründet. Es gibt hier eine eigene Liga für Hobbykicker in der 6vs6 auf einem Halbfeld mit Kunstrasen gekickt wird. Man munkelt, es gäbe am Ende des Semesters für die besseren Teams auch Pokale und Sachpreise. Davon sind wir aber noch weit entfernt: Mittwoch ist erstmal unser Auftaktspiel und wir sind schon hart am Trainieren.
- Beim Browsen im Uninetz bin ich auf einen Sportkurs mit dem Namen "BootCamp Plus" gestoßen. Da konnte ich nicht widerstehen und habe meine letzten Credits für die Anmeldung verwendet. Wie sich herausstellte, war das eine hervorragende Entscheidung.
Der Coach ist ein echter Vorzeige-Ire und drillt die Belegschaft in Sachen Cardiotraining, Selbstverteidigung ("You know, out on the streets, people ain't that good of a fighter - so t'is what i wan'cha do") und Workout. Nur angeschrien wird man hier nicht ^^
Wenn ich es mir recht überlege, verbringe ich in der Woche deutlich mehr Zeit im FitRec als in der Fakultät. Naja, bin ja auch nicht zum Studieren hier ;-).
Morgen gehts zum Whale-Watching und am Abend wartet die Uni mit einer echten Festlichkeit auf uns. Dazu aber demnächst mehr, mit geeignetem Bildmaterial.
Achja, bevor ich es vergesse:
| mehr als 50 Sorten Bier und keine, die schmeckt! |




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