Mittwoch, 13. Oktober 2010

Ein Anflug von Realismus: "MidTerms"!

Nach den letzten sehr reiseintensiven und im Großen und Ganzen sonnigen Wochen war der Umschwung irgendwann unausweichlich. Der "Indian Summer" macht so langsam die Biege und nur noch ab und an ist der Himmel blau und das Wetter angenehm. Ich bekomme langsam einen Eindruck davon, warum die Eingeborenen hier sagen, der Winter dauere 6 Monate und beginne spätestens Mitte Oktober. Brr! Langsam muss ich dann wohl doch wieder die Jacke aus dem Schrank hervorzerren ;o).
So wird es wohl nicht mehr lange bleiben.. :-/
Nicht ganz überraschend kam dann auch noch die Prüfungszeit heran. An der BU ist es üblich, mitten im Semester schon kleinere Prüfungen zu schreiben. Ich vermute mal, dass das die Lernmotivation in den ersten Wochen hochhalten soll und auch den Stress zum Ende des Semesters reduzieren wird. Im Gegensatz zum deutschen System, bei dem die Note fast ausschließlich von der Abschlussprüfung abhängt, gibt es hier eine Vielzahl von Faktoren die die Resultate beeinflussen. Neben (idealerweise aktiver) Mitarbeit, Take-Home-Examinations, Mid-Terms, Projektarbeit und diversen Assignments (i.S.v. Hausarbeiten) ist die Abschlussprüfung meist nur noch der letzte Nagel mit einem Gewicht von 10-15% der Gesamtnote. Zumindest in meinen Kursen an der School of Management.
Da ich für mein Studium in Dresden weder Punkte noch irgendwelche Noten benötige, wollte ich es von anfang an eher ruhig angehen lassen und meine Zeit hier (zulasten des Lernens) mit den angenehmen Dingen des Lebens vertun. Mittlerweile habe ich auch noch den Hinweis von der TUD erhalten, dass ich mir die Noten auch nicht wirklich als Ergänzungsleistung anerkennen lassen kann. Das drückt meine Leistungsbereitschaft natürlich noch weiter.

Dummerweise aber besteht ein Großteil der Prüfungsleistungen an der SMG aus Gruppenarbeit und ich tue mich schwer mit dem Gedanken, anderen Studenten ihre Noten mit meiner Mindermotivation zu versauen. Daher habe ich also für mich festgelegt, dass ich für diese Dinge etwas mehr Zeit investiere und dann die Vorbereitungen für die Individualprüfungen betont ruhig angehen lasse.

Apropos: Heute war meine erste Vorbereitung! Null Vorbereitung und nach einem Drittel der Zeit gegangen. Der Test war allerdings fast ausschließlich Multiple Choice, so dass ich gar nicht wüsste, wie man da länger sitzenbleiben kann. Entweder man weiß es oder spielt "Eins aus Fünf". Kurios war allerdings das Format des Tests.. Die Aufsichtsperson hat mich getadelt weil ich meine Kreuze mit einem Kugelschreiber gemacht habe (und nicht etwa wie offenbar üblich, mit einem Bleistift).. und ich dachte, Deutschland sei kleinkariert :-D.

Ansonsten bin ich in der letzten Zeit der Einladung des "BU Slow Food Clubs" gefolgt und habe mich in die Kunst der Zubereitung original spanischer Tortillas einweisen lassen. Der Slow Food Club ist so eine typische Form amerikanischer Studentenvereinigung. Mit ein wenig Organisationsaufwand greifen die massive Fördermittel ab und bezahlen damit lokale Chefköche, damit sie einer Gruppe aufgeschlossener Studenten (ich sollte sagen: Studentinnen plus Eins) etwas beibringen.


wie die Guppies..
aber das Ergebnis konnte sich sehen lassen
Für nächste Woche kam eine Einladung zum "Sauerkraut selber machen - Event" .. Ich glaube, dass ich dem Club nicht lange treu bleiben werde.. Ihr fragt euch ernsthaft, warum? Schaut euch mal das Bild an: DA IST KEIN FLEISCH DRIN!

Achso, noch eine kleine Kuriosität: Letzte Woche war ich in einer Outlet Mall shoppen. In den Restrooms habe ich dann die folgenden Bilder geschossen. Stichwort "Convenience, the American Way"
"Apotheke? Ich kauf meine Pillen zwischen Calvin Klein und Abercrombie"

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